Am Samstag, den 25. April 26 besuchten Mitglieder aus dem Fachbereich der Maler die Kölner Restaurierungswerkstatt „Kunstgriff“, wo ihnen die Diplom-Restauratorinnen Linda Schäfer und Dorothee Fobes einen Einblick in ihren beruflichen Alltag gewährten. Die beiden haben sich auf die Restaurierung von Leinwandgemälden, Tafelgemälden und polychromen Holzskulpturen spezialisiert. Dementsprechend standen die Maßnahmen Reinigung, Festigung, Kittung und Retusche von Farbfassungen im Fokus.

Nach einem Mittagessen im Brauhaus „Schreckenskammer“ ging es zur „Goldenen Kammer“, einem begehbaren barocken Reliquienraum in der romanischen Basilika St. Ursula: „das größte Gebeinhaus nördlich der Alpen.“ Der Legende nach sollen es die Knochen von 11.000 Märtyrinnen sein. Hier gab es eine Führung von der Diplom-Restauratorin Katja de Grussa, die auch jene Reliquienbüsten vorstellte, die von den Kolleginnen Schäfer und Fobes bearbeitet wurden, so dass sich die Führung von der Werkstatt zum Denkmal rundete.

Das Besondere an diesem Tag war nicht nur die interessante Wissensvermittlung, sondern die Begegnung als solche, nämlich die zwischen Diplom-Restauratorinnen und Restauratoren im Handwerk. Mit großer Offenheit und Wertschätzung tauschte man einander aus. Was die Fachgruppe schon seit Jahren gewerkübergreifend praktiziert, das wünscht man sich gern auch zwischen den Absolventen der Hochschule und der Handwerksakademie: einen wissenschaftlich-technischen Austausch, der nicht nur allen Restauratoren, sondern vor allem auch den Kulturgütern zugute kommt.

Stefan Kloss

Impressionen

Besuch in der romanischen Basilika St. Ursula

Fotos © Stefan Kloss